Meine Zeit in China

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Abonnieren








Hongkong - eine Reise beginnt

Die Reise nach China begann zunächst mit einem 3 tägigen Aufenthalt in Hongkong – zur Eingewöhnung für alle 8 Teilnehmer. Nach einem langen, langen Flug sind wir am Freitagnachmittag gelandet.

Da man in Hongkong mit Englisch angeblich noch sehr weit kommt, hatten wir davor so gut wie keine Bedenken. Doch schon die Taxifahrt zu unserem Hostel war aufregend. Mit halb offenem Kofferraum sind wir durch Hongkong gefahren und mindesten 3 mal an unserem Hostel vorbei, weil wir unserem Fahrer nicht trauen wollten. Der Eingang war nämlich kein Eingang, sondern vielmehr eine Baustelle! Hier mal ein Bild davon:


Am ersten Tag sind wir natürlich alle zusammen richtig chinesisch Essen gegangen und haben gemerkt, dass wir noch etwas Stäbchenessen üben müssen… Da es selbst in Hongkong kein richtiges Frühstück zu kaufen gibt, waren die kleinen Supermärkte, die es dort wirklich an jeder! Ecke gibt, unsere Rettung.

Hongkong ist riesig und voller Kontraste. Während man auf der Straße in schönsten Läden einkaufen kann, ist das Hochhaus wenige Meter weiter oben schon zerfallen und dreckig. Natürlich gibt’s viel zu sehen. Besonders schön war die Bootsfahrt durch den Hafen von Kowloon zurück nach Hongkong Island, wo unsere Hostel war. Nur konnten wir leider keine schönen Fotos machen, weil es einfach immer bewölkt war. Nach der Hafentour haben wir eine kleine Stadtrundfahrt gemacht und den Man Mo Tempel besucht.

Außerdem waren wir auf zwei bekannten Märkten in Hongkong, dem Jademarkt und dem Tempel Street Market. Dort gibt es wirklich alles zu kaufen, was davon auch echt ist kann man nur raten...

Mein persönliches Highlight in Hongkong: Unser Besuch auf Lantau lsland. Dort sind wir mit einer Seilbahn zum Großen Buddha hinaufgefahren, den größten sitzenden Buddha der Welt (glaube ich). 

 

Und nicht zu vergessen: „The Peak“. Man fährt dort mit einer Bergbahn, der Peak Tram, rauf und hat eine wunderschöne Aussicht auf Hongkong. Wir waren nachts da, und bei Nacht sieht Hongkong dann sogar richtig schön aus

 

Tja, und dann ist unsere Zeit in Hongkong auch schon vorbei - und weiter gehts ins richtige China, dann "Wir sind gar nicht in China. Wir sind in Hongkong!"

 

1.9.13 13:07


Die ersten Tage in Nanning

Am Montag ging‘s also weiter.

Nach gefühlten 1000 Passkontrollen wurden wir, also Felix und ich, von unserem Linkteacher Mary, dem Fahrer und Mr. Liang abgeholt. Vom Flughafen waren es dann noch gut 30 Minuten bis zum Campus. Unsere Schule und unsere Wohnung liegen nämlich zusammen mit der Universität  auf einem Gelände. Zeit zum Ankommen hatten wir aber nicht viel, denn auf uns wartete schon ein Willkommensessen mit den Englischlehrern. Mit unseren Namen hatten alle ihre Probleme, aber meiner klingt anscheinend chinesischer. So würde man Ihn wohl schreiben:

Am aller besten  am ganzen Essen waren sogenannte baozi (oder so ähnlich). Die schmecken fast wie Dampfnudeln und sind ganz süß Innen - wirklich lecker!

Wir fangen erst nächste Woche an mit unterrichten. Also haben wir noch etwas Zeit, um uns an alles zu gewöhnen. Mary ist mit uns am nächsten Tag erst mal zur Bank gegangen und hat uns den Campus gezeigt. Auch eine neue Handynummer haben wir bekommen, damit sie uns immer anrufen kann. WLAN musste erst von dem Computer eingerichtet werden. Also Entschuldigung, dass ich mich nicht sofort gemeldet habe! Hier geht alles nicht so schnell.

Bei unserem ersten Einkauf haben wir erst mal Putzzeug gekauft und was zum Wäsche waschen. Anhand von den Bilder erkennt man ganz gut zu wie man das alles benutzen kann… klappt auch erst mal. Ähnlich funktioniert das auch mit dem Essen. Was irgendwie essbar aussieht, wird einfach genommen und bezahlt. Felix hat da größere Probleme als Vegetarier. Es gibt zwar nicht viel Fleisch auf einmal, aber dafür ist fast überall welches dabei. Aber auch so etwas ähnliches wie Brot haben wir gefunden. Das gibt’s zum Frühstück, denn Reis zum Frühstück schmeckt uns noch nicht so richtig…

Und die ersten Postkarten haben wir verschickt. Ich durfte die Briefmarken mit Pinsel und Klebstoff festkleben. Jetzt müssen sie nur noch ankommen! (wird aber vermutlich eine Weile dauern)

Was ich im Moment am meisten vermisse, ist die Sonne. Es ist den ganzen Tag bewölkt und man weiß nie, wann es anfängt zu regnen und wie lange. Jetzt weiß ich auch, warum jedes chinesische  Mädchen immer einen Regenschirm in der Tasche hat! Den brauch man hier wirklich immer. Kühler wird’s duch den Regen trotzdem nicht. An Klimaanlagen mangelts hier aber nicht...

4.9.13 13:56


Mein neues Zuhause

- für die nächsten Monate.

Das hier ist das Haupteingangstor der Guangxi University For Nationalities:


Auf dem Campus hier gibt’s fast alles. Neben ganz vielen Basketballplätzen auch ein Schwimmbad und – ein Stadion! :D Direkt bei uns um die Ecke ist so ein kleiner Markt. Dort gibt’s von Obst bis Wäscheklammern fast alles. Und gegenüber von unserer Wohnung liegt die größte Mensa, die es hier gibt. Wir haben es also nicht weit zum Essen...

Und mittendrin haben wir diesen See:

 

 

In dieser Straße hier ist unsere Wohnung:

 

Es sieht von außen echt schlimmer aus, als es Innen tatsächlich ist (nachdem wir alles geputzt haben). Nur das Licht im Treppenhaus geht nicht. Ist eben ein bisschen blöd, wenn man ganz oben wohnt.

 

 

6.9.13 20:20


Die Stadt

Wir haben es  am Wochenende nun doch endlich in die Stadt geschafft.  Nanning ist doch größer als wir dachten (und trotzdem eine vergleichsweiße kleine chinesische Stadt).

Mit dem Auto haben wir ca. 20 Minuten bis zum Centrum gebraucht,  aber mit dem Bus eine ganze Stunde! Dafür kostet eine Fahrt nur 1 Yuan = ca. 12 Cent. Ein Bus mit Klimaanlage kostet das Doppelte. Deshalb sind die auch meistens leerer und man bekommt vielleicht sogar einen Sitzplatz.

So ein Chaos wir hier in China findet man in Deutschland nirgendwo. Allein schon die Straße zu überqueren dauert eine Ewigkeit. Da fahren Roller quer über den Zebrastreifen, in die entgegengesetzte Fahrtrichtung oder einfach mal so durch die Fußgängerzone, am besten noch laut hupend.  

Nanning selbst ist eben eine chinesische Stadt, wenn auch vielleicht deutlich westlicher als erwartet. Nach unserem bis jetzt besten chinesischem Essen haben wir in einer Buchhandlung erst einmal eine Karte von Nanning gekauft, damit wir auch ohne unsere Lehrerin wieder nach Hause finden… Die Karte ist zumindest teilweise auf Englisch!

Und wir haben in der Nähe von unserer Schule  auch noch einen grünen Park direkt am See entdeckt. Wir haben ihn einfach „Nanning Park“ getauft. Keine Ahnung, wie er wirklich genannt wird. Dort ist es zum Glück auch relativ still, nicht so wie in der Innenstadt.

Ach ja, und man darf sich als Europäer übrigens wirklich nicht wundern angestarrt bzw. heimlich fotografiert zu werden. Ist hier ganz normal.

 

8.9.13 16:47


Die erste Schulwoche

Wir haben nun also unsere ersten Unterrichtsstunden hinter uns. Um ehrlich zu sein haben wir es uns nicht so anstrengend vorgestellt. Seit wir uns vor der ganzen Schule vorstellen mussten, werden wir jetzt noch öfter auf der Straße mit „Hello!“ begrüßt. Also immer schön Lächeln und zurück winken! 

Insgesamt haben wir 11 Stunden jede Woche, wunderbar auf  Montag bis Freitag verteilt und so gelegt, dass wir immer ausschlafen können. Die Schüler, die wir unterrichten dürfen sind zwischen 11 und 16 Jahre alt (Junior 1 und Junior 2).

Hier sind die Klassen viel größer als bei uns – mindestens 50 Schüler pro Klasse. Nächste Woche werden die Klassen geteilt, sodass Felix und ich kleinere Klassen haben und wir den Schüler mehr beibringen können.  Aber trotz der kleineren Klassen werden wir uns niemals alle Namen merken können. Wir haben die Schüle erst mal Namensschilder basteln lasse (mit englischen Namen natürlich), damit wir sie zumindest ansprechen können!

Am Anfang der Stunde haben wir erst einmal Fotos von Zuhause gezeigt (besonders Schnee fanden die Schüler faszinierend) und wir haben mit ganz einfachen Dingen angefangen, wie Name, Alter und Hobbies. Aber selbst hier hatten manche Probleme.  Oder auch Dinge wie: „What do you want to do with this?“,  Antwort: „Yellow.“ ??! kommen immer wieder mal vor.  Wird also interessant werden in den nächsten Wochen…  Auch, weil wirklich jede Klasse ihren Klassenclown hat, oder auch 2.

Am Dienstag war „Teachers-Day“. Warum trotzdem Schule war, habe wir zwar nicht ganz verstanden, aber auch ich habe schon ein kleines Geschenk bekommen und alle Lehrer (also auch wir) durften zu Feier des Tages am Volleyball-Spiel teilnehmen.

Diese Woche hatten wir auch unseren ersten Chinesisch-Unterricht. Wir müssen unbedingt Chinesisch lernen. Uns versteht wirklich niemand, außer natürlich die Englisch-Lehrer. Dabei  haben wir festgestellt: Eigentlich ist Chinesisch gar nicht  so schwer... Außer der Aussprache und den Schriftzeichen!

Aber jetzt erst mal „Zaijian!“ – goodbye

13.9.13 16:55


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung