Meine Zeit in China

 

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Halbzeit!

Man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht… Aber in 3 Monaten bin ich schon wieder zurück. Aber ich habe nur noch etwa mehr als einen Monat in Nanning, weil wir dann verreisen.

Also, was gibt’s sonst noch von dieser Woche zu berichten?

1.Ich war im Kino! Zusammen mit Eric, einem Chinesen, 2 seiner Freunde und Janine. Wir haben uns „Catching Fire“ angeschaut. Natürlich auf Englisch, den chinesischen Untertitel muss man natürlich ausblenden.




Ich wusste bis dahin nicht, dass es möglich ist, Karten zu reservieren ohne anzugeben,  welche Vorstellung man besuchen möchte. Hat aber funktioniert!


Ein paar typische Fragen und Reaktionen:
Es braucht immer eine Weile, bis man ihnen erklärt hat, dass man noch KEIN Student ist, sondern gerade erst die Schule abgeschlossen hat. „Aber warum könnt ihr so gut Englisch?
„Kommst du aus Amerika?“
„Stimmt es, dass Studenten in Deutschland nicht in Schlafsälen schlafen“
„Ein Junge und ein Mädchen? In EINER Wohnung? – Ich kann‘s nicht glauben!“
„Was isst du?“ (Chinesisches Essen!?)
„Was sind die größten Unterschiede zwischen Deutschland und China“ (Was antwortet man in dem Augenblick?)
„Hast du einen chinesischen Namen?“ (Ja, ich habe mittlerweile wirklich einen!)
„Du hast Zimmer für dich ganz alleine? Ist das denn nicht langweilig?“ (Nein -  eher entspannend!)
„Wie unterrichtest du denn, wenn du kein chinesisch kannst?“ (Ähm… auf Englisch?!)
 
Auf jeden Fall war es ein ganz interessanter Abend!

3. Wir haben einen Weihnachtsbaum! Unsere Vorgänger haben einen kleinen Plastikweihnachtsbaum da gelassen. Zum 1. Advent habe ich ihn hervorgeholt und aufgestellt. Ein paar Weihnachtsartikel kann man im Wal-Mart kaufen, so hat man zumindest ein bisschen Weihnachtstimmung. Chinesen feiern Weihnachten ja nicht wirklich.

Abends wird es hier mittlerweile jetzt auch schon recht kalt, ein Grund für die meisten Chinesen jetzt schon im Wintermantel herum zu laufen. Und dabei ist es tagsüber wirklich noch angenehm war, wenn es nicht regnet!

1.12.13 11:05


Nikolausgeschenk

Ein ganz großes Dankeschön an meinen persönlichen Nikolaus! Der Vorrat dürfte jetzt bis Weihnachten reichen… So sieht jetzt mein „Weihnachtstisch“ aus:

 

Die Logik der Post versteh ich bis jetzt noch nicht. Ein Päckchen, dass 2 Wochen später als das andere weggeschickt wurde, kommt aber vorher an… Aber immerhin kommen sie  an! (ein gewisser Brief ist auch nach 2 Monaten noch nicht aufgetaucht). Warum aber auch jemand anderes außer mir das Päckchen abholen kann, versteh ich auch  nicht…

Die Chinesen schenken sich an Weihnachten anscheinend auch Kleinigkeiten. Aber sie wissen nicht, warum man das macht, geschweige denn, warum man Weihnachten feiert. Aber es gibt einen Anlass zu feiern, also wird’s auch gemacht! Unter anderem werden anscheinend Äpfel an die Freunde verschenkt  - weil das chinesische Wort für Apfel (ping guo) so ähnlich klingt wie das Wort für Frieden (he ping), macht man daraus eben „Friedensäpfel“. Ich bin ja mal gespannt wie das alles wird!

 

6.12.13 14:54


Liuzhou

Dieses Wochenende ging‘s nach Liuzhou, ca. 3,5 Stunden von Nanning entfernt. Janine, Markus (aus Hengxian) und ich haben dort die anderen 4 (Kati, Sandy, Maxi und Weniamin) Deutschen besucht, die dort an einer Mittelschule unterrichten.

Ich muss ehrlich zugeben, die Lizuhou hat eindeutig die schönere Landschaft als wir in Nanning! Denn dort gibt es bereits viele Karstberge, ähnlich wie in Guilin oder Yangshuo. Deshalb wollten wir samstags auch noch einmal unbedingt in einen Park und auf einen Breg, um dort die Aussicht zu genießen! Dort ist dann auch nochmal ein kleines Gruppenfoto entstanden (leider nicht mit allen Programmteilnehmern) – wer weiß, ob wir uns alle noch mal wiedersehen?


 

Danach haben wir zusammen in einem Thailändischen Restaurant Reis mit verschiedenen Curry-Gerichten gegessen und anschließen eine Wassershow am Fluss angeschaut. Für viel mehr hat uns leider auch die Zeit gefehlt, weil wir am Abend zu vor alle zusammen feiern waren. Chinesen feiern ein wenig anders. Sie tanzen in den Clubs  nicht wirklich, spielen dafür aber die ganze Zeit Schere-Stein-Papier oder ein bestimmtes Würfelspiel. Wenn man es einmal verstanden hat, macht‘s wirklich Spaß!

Wir mussten übrigens auch das für Liuzhou typische Gericht probieren, ein spezielles Nudelgericht (Luosifan)

Am Sonntag mussten Janine und Markus leider schon früh wieder nach Hengxian fahren, weil nur ei  direkter Bus fährt. Nach Nanning sind die Verbindungen zum Glück besser, aber da irgendwo in Guangxi eine neue wichtige Straße gebaut wird (es wir immer und überall irgendwo etwas gebaut) hatte mein Zug mal wieder über eine Stunde Verspätung.  Vorher habe ich mir aber die Innenstadt von Liuzhou angeschaut – die Fußgängerzone, den People‘s-Square. Zum Schluss bin ich dann ein letztes Mal auf einen Karstberg gestiegen, um mir die Stadt von Oben anzuschauen:

10.12.13 06:31


Ein Besuch bei der Familie meiner Freundin Kay

Hast du dieses Wochenende Zeit?“, hatte mich Kay (chinesischer Name: Zhou zi qi) gefragt. Ja, hatte. „Ok, dann können wir ja in die Stadt gehen!“ Also sind wir Samstag in die Stadt gefahren. Dass dabei aber eigentlich gemeint war, dass wir zu ihr nach Hause gehen und ihre Eltern besuchen, war mit nicht ganz klar. Chinesen laden nicht sehr viele Freunde zu sich nach Hause ein, deshalb war das eine große Ehre für mich, sie zu Hause besuchen zu dürfen! Dabei hat Kay auch noch vergessen zu erwähnen, dass ich bei ihr übernachten werde. Also musste ich mir dann am Abend erst mal noch ein paar Kleinigkeiten kaufen.

Die Wohnung ihrer Familie liegt am anderen Ende der Stadt und im 15. Stock. Kay ist wie die meisten chinesischen Kinder Einzelkind (wobei ich schon erstaunlich vielen begegnet bin, die Geschwister haben). Aber wenn ich es richtig verstanden habe, lebt normalerweise auch die Oma noch dort. Laut Kay ist die Wohnung typisch chinesisch.

 

Mir wurde schon mehrfach erzählt, dass es im Winter in Nanning viel regnet. Es hat wirklich die letzten 4 Tage durchgeregnet. Und es war auch vergleichsweise kalt! Deshalb habe ich mich gewundert, warum man bei solchem Wetter die ganze Zeit die Fenster offen lässt. Denn so ist es in der Wohnung genau so kühl wie draußen!

Als wir angekommen sind, gab erst einmal ein gutes Mittagessen - der Vater hat gekocht. Zu meiner Überraschung das erste gemeinsames Essen ohne Reis! Zum Abendessen gab es dann auch selbstgemachte Dumplings  (so was ähnliches wie Maultaschen) mit Fleich-Ei-Gemüse-Füllung. Ich durfte mithelfen und habe somit zum ersten mal chinesisch gekocht. An sich war es nicht schwer, ich brauche nur noch ein wenig Übung!

 

Die Eltern konnten leider nur wenig Englisch, obwohl die Mutter vor vielen Jahren mal Englisch studiert hat. Deshalb haben wir immer Kay als Übersetzter gebraucht. Aber wir haben uns trotzdem gut unterhalten.

Weil es, wie gesagt, die ganze Zeit geregnet hat, konnten Kay und ich leider am nächsten Tag auch nicht viel unternehmen. Mit dem Auto hat mir ihrer Familien zuerst ihre alte Schule gezeigt, und dann sind wir einfach gemeinsam ins größte Einkaufszentrum gefahren und haben uns eine schönen Tag gemacht. Abends gab es dann noch einmal was richtig gutes zu essen – Hotpot- bevor wir wieder zurück mussten. Zum Abschied hat Kays Mutter mir extra noch Toastbrot gebacken. Außerdem haben wir Kuchen und viel zu viele Früchte mitgekriegt. Eben tyisch Chinesen!

Thanks a lot for this nice weekend, Kay! I’ll miss you…

18.12.13 06:42


Frohe Weihnachten!

Wirklich feiern tun die Chinesen natürlich nicht. Es stehen zwar überall Weihnachtsbäume in den Geschäften, aber im Grunde feiern diejenigen, die feiern, nur weil es etwas zu feiern gibt… Aber wir haben zum Glück den Mittwoch frei bekommen, an dem ich hauptsächlich entspannt  und später noch mit einer Freundin gemeinsam gegessen habe.

Wir haben bereits letzte Woche unseren Unterricht über Weihnachten gehalten. Am Ende jeder Stunde habe ich zumindest versucht meinen Schülern zu erklären, warum wir Weihnachten feiern und dass es nicht aus Amerika kommt.

Mein erstes Weihnachtsgeschenk an Heilig Abend habe ich von einer Schülerin bekommen – damit ich sie nicht vergesse! Auch von Eric habe ich etwas bekommen, das mich später an ihn erinnern soll.

Am Abend sind die Englisch Lehrer mit mir groß essen gegangen – natürlich chinesisch. Im Hoteleingang ist dann auch endlich mal ein Bild mit Mary und mir entstanden.


Danach wollte ich  es mir eigentlich mit ein paar Süßigkeiten von zu Hause gemütlich machen. Aber da Frank (ein Lehrer an meiner Schule) es schade fand, dass ich Weihnachten allein verbringen sollte, hat er mich spontan zu sich nach Hause eingeladen. Dort haben wir dann ein paar Stunden gequatscht, bis ich dann mit meiner Familie geredet und meine Geschenke ausgepackt habe (bzw. zu Hause ausgepackt wurden). Danke!

Letzten Freitag war übrigens Neujahrsfeier unsrer Schule – ja richtig, vor Weihnachten! Aus diesem Grund haben wir mit unserm English Corner auch ein kleines Stück über Weihnachten aufgeführt mit lebendigem Weihnachtsbaum  und „We wish you a Merry Christmas“ am Ende. Nur war vorher alles etwas chaotisch für uns, weil niemand uns bescheid gesagt hat, wann wir unserer „Generalprobe“ hatten. Und leider hatte uns keiner gewarnt, wie „professionell“ die anderen Klassen ihre Performances geübt hatten. Für uns hieß Schulveranstaltung eben Schulveranstaltung, und nicht, dass die Schüler (max. 16 Jahre alt!) in Anzug und Ballkleid auf der Bühne stehen…

So und jetzt wünsche ich noch mal allen FROHE WEIHNACHTEN !!

25.12.13 11:25





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