Meine Zeit in China

 

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Willkommen im Jahr 2014!

Erst mal  FROHES NEUES JAHR an alle - xin nian kuai le!!

Es war auf jeden Fall sehr speziell Silvester in China zu feiern…  auch, weil ich 7 Stunden vor meiner Familie gefeiert haben – ich bin eben schon länger im Jahr 2014! Und etwas enttäuscht war ich auch. Denn es war absolut nichts los!

Janine und Markus sind die anderen in Liuzhou besuchen gegangen, um gemeinsam feiern zu können. Aber uns hat dafür leider die Zeit nicht gereicht.  Und da Felix etwas Eigenes für Silvester geplant hatte, habe ich zusammen mit Eric und ein paar Freunden gefeiert.

Ich hatte vorher extra gefragt, ob es irgendwo in Nanning ein Feuerwerk gibt  - „jaja – in dem einen Park!“. Also sind wir da auch hin. Aber dort war von Feuerwerk weit und breit nichts zu sehen!! (Liegt vermutlich daran, dass für Chinesen nach ihrem alten Kalender das neue Jahr erst Ende Januar beginnt). Stattdessen konnte man sich bunte Laternen kaufen und seine Wünsche für das neue Jahr darauf schreiben. Das haben wir dann auch gemacht. Dabei war ich aber froh, dass niemand meine Wünsche lesen konnte, denn ständig schaut einem ein fremder Chinese über die Schulter und liest, was auf der Laterne steht. Anschließend haben wir dann unsere roten Laternen in den Himmel steigen lassen. Eric meint, es funktioniert. Hoffen wir’s! 


1.1.14 09:57


Reisevorbereitungen

Am Dienstag geht’s los, auf Rundreise durch China. Zusammen mit Janine werde ich 6 Wochen reisen, bevor wir von Peking nach Hause fliegen. Die Flugtickets sind bereits gekauft, genau wie einige Zugtickets. In China kann man Zugtickets max. 20 Tage vorher online – und zwar nur online – buchen.  Innerhalb einer halben Stunde sind teilweise die Tickets weg, weil zum chinesischen Neujahr alle nach Hause wollen. Das macht es für ausländische Reisende etwas schwierig, weil die offizielle Seite der chinesischen Bahn nur auf Chinesisch ist.… Aber zum Glück haben wir Freunde, die uns helfen und dann z.B. telefonisch Tickets reservieren! Dann muss man nur noch am Ticketschalter in der Schlange stehen, um das Ticket rechtzeitig abzuholen. Unter einer Stunde ist alles noch gut…

Vor einigen Wochen hat mich Janine besucht und wir haben mit Erics Hilfe für sie einen orangenen Rucksack gekauft. Ich stand dieses Wochenende vor der großen Frage, was kommt mit, was wird nach Deutschland zurück geschickt und was muss (leider) in China bleiben? Denn im Rucksack ist leider nicht soo viel Platz.... Passender weiße hatte die Post dann keine großen Pakete mehr sondern nur noch kleine, sodass ich 2 verschicken musste, anstatt wie geplant nur eines. Jetzt hoff ich, dass alles auch in Deutschland ankommt!

Aber das schwierigste war eindeutig sich von allen zu verabschieden. Bei einigen Lehern wie unserer Chinesisch-Lehrerin und Frank, der heimliche Organisator der Schule, habe ich mich noch einmal für alles bedankt.  Meine Freundin Kay werde ich voraussichtlich noch einmal sehen,  da wir uns in Xian treffen und ein paar Tage zusammen reisen wollen. Aber es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass man die anderen (bald) wieder sehen wird.

Und natürlich mussten wir uns auch von unseren Schülern verabschieden. Eigentlich hatten wir gedacht, dass wir die letzte Woche noch einmal Anschlussunterricht machen können. Aber kurzfristig hatte man uns mitgeteilt, dass wir nicht mehr unterrichten brauchten. Dafür hat uns Mary einen Tag ihre Heimatstadt/Dorf gezeigt, ca. 1 Stunde von Nanning entfernt. Dort haben wir unter anderem ein 3km lange Tropfsteinhöhle besucht, die leider schon sehr von Besuchern mitgenommen war, und mit alten Freunden von ihr gegessen. Zum Essen gab es Wein (schmeckte eher nach Schnaps), der aus Ziegen gemacht worden ist. Warum Felix als Vegetarier diesen nicht trinken wollte, haben die Chinesen aber nicht ganz verstanden.

 

Am Freitagabend sind dann Felix und ich durch alle 11 Klassen gegangen, um unseren Schülern „Goodbye“ zu sagen.  In der kurzen Zeit sind uns ein paar Schüler doch ans Herz gewachsen. Nur leider kenn wir ihren Namen nicht wirklich. Manche haben von uns nur Spitznamen erhalten wie „Yellow“, „Girlfriend“, „High five!“ oder „Bu-yao-la“ Von einigen haben wir kleine Abschiedsgeschenke bekommen. Eine Klasse hat sich dabei sogar extra viel Mühe gegeben.


Und natürlich mussten wir ganz viele Abschiedsfotos machen, unendliche viele Autogramme geben und uns umarmen lassen. Wir haben unseren Schülern auch unsere QQ-Nummern gegeben. Jetzt bin ich damit beschäftigt regelmäßig an meine Schüler Nachrichten zu verschicken…Auch von unserem Englisch Cornern haben wir uns noch mal verabschiedet und  Bilder von zu Hause gezeigt. English-Corner-Stunden waren meistens die interessantesten der ganzen Woche.

Und dann habe ich mich diese Woche natürlich auch noch bei meinem Tai Chi Lehrer bedankt. Dafür habe ich extra geübt einen Satz auf Chinesisch zu schreiben, damit er es auch  versteht. Außerdem musst uns jemand beim Tai Chi filmen, sodass ich mich auch später an alles erinnern kann...

So traurig es auch ist, dass die Zeit hier viel zu schnellv vorbei ging, jetzt freu ich mich auf unsere Reise! 

 

12.1.14 08:36


Reisebeginn! Station 1: Lijiang und die Tigersprungschlucht

So, unsere Reise hat begonnen! Ich werde jetzt immer zwischendurch versuchen zu berichten, was wir so erleben. An unserem Abreisetag, dem 14.01. hat uns Mary zum Flughafen geleitet und uns geholfen das Flugticket  nach Lijiang, unsere erste Station, zu besorgen. Lijiang liegt im Nordwesten der Provinz Yunnan und ist vor allem für seine Landschaft bekannt.  Als wir über die Gegend flogen, fragten wir uns erst, wo wir denn bitteschön landen sollen, denn überall sind einfach nur Berge. Das erste, das uns auffiel, als wir ausstiegen, war, wie klar die Luft hier ist! Tagsüber war es hier recht warm, aber nachts und morgens ist es doch schon unglaublich kalt, sodass unsere Zimmergenossen sich teilweise Elektrodecken gebucht haben. Unsere Hostel lag direkt an einem See und im Hintergrund konnte man den Schneeberg (Yuelong Xueshan) sehen.  Der Berg ist unglaublich faszinierend, mit weißer Spitze vor strahlend blauem Himmel.


Am ersten Tag hatten wir gerade mal Zeit noch etwas zu essen zu gehen, wobei es echt schwer war etwas in unserem  Budge zu finden. Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen die alten Dörfer  in der Umgebung anzuschauen. Mit dem Bus ging‘s zunächst Baisha, das kleinste und auch unspektakulärste. Nur wenige Minuten entfernt befindet sich das Dorf Suhe. Wir hatten erst einmal Probleme die Suhe Altstadt zu finden, obwohl das Dort echt nicht groß ist. Aber nachdem wir endlich die Altstadt gefunden hatten, war‘s dort echt schön – typisch alte Naxi-Häuser, in denen man überall  Souvenirs kaufen konnte.


Unser allgegenwärtiger Reiseführer empfiehlt es als ruhigere Alternative zur Lijiang Altstadt und tatsächlich ist Suhe ländliche winzig im Vergleich zu Lijiang. Die Naxi sind übrigens ein Stamm in Yunnan, der ursprünglich aus Tibet stammt. Die Gegend um Lijiang ist generell noch recht traditionell. So sieht man z.B. auch immer wieder Naxi, die in ihrer traditionellen Kleidung herumlaufen. 

Den Eingang zur Altstadt von Lijiang zu finden gestaltete sich auch als schwieriger als gedacht, weil direkt davor eine riesige Baustelle war. Lijiang ist größer, touristischer (in den alten  Gebäuden gibt’s z.B. auch einen McDonalds) aber auch irgendwie schöner, fanden wir. Hier mal ein Bild aus einer Nebenstraße: 


Wir wollten es erst nicht glauben, aber man konnte sich dort echt verlaufen. Die Altstadt ist wie ein Labyrinth. Gegen Abend wurde es dort recht leer, weil alle zur ück ins Hotel gehen um Abend zu essen. Aber sobald es dunkel wird, wird’s wieder voll. Dann sind die Gassen alle beleuchtet mit typischen roten Laternen. Nicht ohne Grund sagt man, dass in Lijiang ungewöhnlich viele Pärchen sind, die die romantische Atmosphäre genießen. Die Straße mit den Bars war besonders schön beleuchtet. Aber da wir einfach viel zu müde waren, sind wir dann zurück zum Hostel, nur um am nächsten Tag wieder zu kommen, obwohl wir richtig müde waren...

Im Hostel wollten wir dann nochmal nachfragen wegen unserem nächsten Tag. Wir hatte uns vorgenommen in die Tigersprungschlucht zu gehen. Uns hatte aber keiner zuvor gesagt, dass die Busse, die wir nehmen sollten, keine öffentlichen waren, sondern gebucht werden mussten. Als wir also nachfragten, hatte uns gerade in Pärchen die letzten Tickets vor der Nase weggeschnappt. Der Hostelbesitzer aber war optimistisch, schließlich reisen wir ja in China. Also sind wir am nächsten Tag zusammen mit den anderen zum Bus gefahren  um zu schauen, ob vielleicht noch 2 Plätze frei sind. Und tatsächlich –wir hatten Glück! Mit dem Bus sind wir dann also zur Tigersprungschlucht gefahren und am Tina’s Guesthouse ausgestiegen. Die Tigersprungschlucht ist 16km lang und eine der tiefsten Schluchten der Welt. Sie trägt den Namen Tigersprungschlucht, weil es einen einzigen Stein gibt, den wir besichtigt haben, der Tigersprungstein heißt. Bei der 2 tägigen Tour wandert man zunächst über den Bergen und am zweiten Tag dann hinunter zur Schlucht. Da wir aber nur einen Tag dafür Zeit hatten, sind wir nur hinunter zu Schlucht. Allein 40min hat der Abstieg gedauert  und der Aufstieg war auch erschreckend anstrengend. Außerdem ging ein eiskalter Wind in der Schlucht, sodass wir bei mind. 8°C sogar Mütze und Handschuhe gebraucht haben. Aber es hat sich gelohnt!!


 

Nur, was uns ein wenig geärgert hat, war, dass man Eintritt für den Besuch der Schlucht zahlen muss, nur um dann für die besten Plätze noch mal zu zahlen.

Den  letzten Tag in Lijiang haben wir mit Tai Chi im Yogaraum begonnen und dabei den Sonnenaufgaben bewundert. Danach wollten wir auf Empfehlung unserer Mitbewohnerin zum La Shi See. Da es billiger war, die Tour über eine Agentur zu buchen sind wir zunächst dort hin. Und 10 chinesische Minuten später (entspricht ca.20min) konnten wir beginnen. Allerdings mussten wir danach noch auf 2 weiter Teilnehmer warten, weshalb wir über eine Stunde gebraucht  haben, bis wir endlich Lijang verlassen konnten.

Die Tour bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil sind wir nach einem Diät-Mittagessen mit zwei Pferden über einen Berg geritten, von wo aus man eine gute Aussicht auf den See und die Umgebung hatte. Hier machen wir aber gerade Pause und unser Begleiter - ein Naxi - macht das Foto. 

 

Den zweiten Teil wollten wir eigentlich weglassen, weil wir rechtzeitig zum Flughafen wollten. Das hatten wir vorher eigentlich auch abgeklärt. Da es aber „keinen Fahrer gab“ mussten wir dann doch noch den zweiten Teil, eine Bootstour über den See, machen. So sah der See dann aus:


Schlussendlich haben wir aber die mind. 5-tündige Tour in 3,5 Stunden geschafft… Uns taten dabei unserer Begleiter leid, weil sie wegen uns auch wenige Zeit hatten. Dieser Tag war trotz gewissem Zeitdruck zwar entspannend, aber nicht vergleichbar mit der Tigersprungschlucht.

Falls ich noch mal nach China kommen sollte – nach Lijiang möchte ich auf jeden Fall noch mal.

18.1.14 15:14


Station 2.1: Chengdu, Sichuan

Mit dem Flugzeug ging’s dann weiter nach Chengdu. Spät abends sind wir dort angekommen und wollten mit dem Bus zum Hostel. Diesen Bus gab‘s aber nicht und als wir im Hostel angerufen haben, konnte uns der Nachtangestellte auch nicht weiter helfen. Aber mit Taxi haben wirs dann doch geschafft.

Der Grund, weshalb wir nach Chengdu wollten, waren eigentlich die Panda, die nur in China leben.  Nicht ohne Grund war das Lieblingstier meiner Schüler der Panda. Wir hatten uns kurzzeitig überlegt, ob wir eine Führung dorthin machen sollten, fanden aber, dass es unnötig war. Also sind wir am nächsten Tag ganz früh aufgestanden um noch vor der Fütterung in der Pandazuchtstation zu sein, weil zu der Zeit die die Pandas am aktivsten sind. Da Winter ist, und noch dazu kaltes Wetter, warm recht wenige Besucher da und so konnten wir die Pandas in Ruhe beobachten und fotografieren.



In der Station sind ca. 50 Große Pandas (mit Babys). Aber auch Rote Pandas gibt es dort. Die sehen aber eher aus wie Waschbären, fanden wir!


Anschließend gings dann wieder zurück ins Hostel, denn wir wollten ein wenig um planen, damit wir unsere beiden anderen Ziel, Leshan und Emei Shan auch noch erreichen konnten. Also gings zum Bahnhof, Ticket umbuchen, anschließen Hostel umbuchen und eine weiter Nacht canceln. Und da hatten wir das Problem. Eigentlich hatten wir geplant von Chengdu nach Chongqing zu fahren und von dort aus eine Kreuzfahrt auf dem Yangtse zu machen. Zuvor hatten wir mit dem Hostel Emails ausgetauschet, weil wir gehört hatten, dass die Chinesischen Touristenboote bis Chinesisches Neujahr nicht mehr fahren und hatte deshalb entschieden, dass wir Passagierboote nehmen wollten. Eigentlich kein Problem. Aber leider hatte das Hostel vergessen zu erwähnen, dass diese im Moment nur freitags ablegen.

Das hieß, wir mussten am nächsten Tag noch mal zum Bahnhof und haben gehofft, dass wir einen Weg finden, wie wir von Chengdu wegkommen, denn zum chinesischen Neujahr noch kurzfristig Zugtickets zu bekommen ist, naja, unwahrscheinlich. Wir haben den einzig englischsprechenden Angestellten am Bahnhof ganz schön auf Trapp gehalten, weil die anderen trotz Zettel mit chinesischer Übersetzung nicht verstanden haben, was wir wollten. Aber schlussendlich hatten wir Glück. Jetzt können wir über Chongqing mit dem Nachtzug nach Nanjing, die einzige Alternative, die uns eingefallen ist. Danach war gerade mal noch Zeit den Tempel Wuhou zu besuchen und für die nächsten beiden Tage einzukaufen.

Schlussendlich haben wir in Chengdu eigentlich nichts außer Pandas und Bahnhof gesehen. Noch nicht mal den berühmten Sichuan Hotpot konnten wir probieren. Aber die Pandas warens dann doch wert!

23.1.14 16:45


Station 2.2: Der Große Buddha von Leshan & der Berg Emei Shan, immer noch Sichuan

Von Chengdu aus ging’s mit dem Bus nach Leshan, ca. 2 Stunden südlicher. Am Busbahnhof haben wir erst einmal einen Schock bekommen, weil auf unseren Busticket „Abfahrt: 16 Uhr“ stand, aber wir ja morgens  dort ankommen wollten. Wir haben uns beschwert, aber das Ticket zählte für jetzt. Chinesische Logik, muss man nicht immer verstehen.

Leshan selbst in echt hässlich, aber wir sind ja nur wegen dem Buddha gekommen. Das ist ein 71m hoher in den Fels gehauene Buddha, der schon über 1200 Jahre alt ist (sieht man auch langsam&hellip Der Buddha wurde nur aus einem Grund gebaut: Um die gefährliche Strömung des Flusses zu besänftigen. Das hat auch irgendwie funktioniert, denn der Fluss hatte  so wenig Wasser, dass wir uns gewundert haben, wie dort überhaupt Schiffe fahren konnten. Aber ob der Buddha tatsächlich daran Schuld ist, bezweifeln wir… Der Rest vom Gelände war nicht spektakulär. Es gab nur noch einen halbwegs interessanten Tempel.

Zum Glück sind im Winter hier wenig Besucher, sonst ist die Besichtigung richtig anstrengend. Das hier ist der Kopf:


Und hier mal der ganze Buddha. Die kleine Person in rot bin übrigens ich…


Abends ging es dann direkt von Leshan weiter nach Baoguo, einen Stadt am Fuß des buddhistischen Berges Emei Shan. Da in unserem Hotel in Baoguo die Zweibettzimmer billiger waren, als Mehrbettzimmer in unseren Hostels haben wir uns diesen Luxus gegönnt. Am nächsten morgen ging’s dann wieder früh raus, weil wir den ersten Bus um 7 zum Berg nehmen wollten.

Das Hotel hatte uns eine andere Route als unsere Lonely Plante empfohlen, also ging’s erst mal auf den Gipfe. Dort oben lang Schnee und viele Stellen waren vereist, sodass wir zum ersten Mal unsere Winterjacken in China tragen und wir uns Spikes ausleihen mussten. Alles wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn es anstatt Stufen einfach  Wege nach oben gegeben hätte. Da alles vereist war, beschlossen wir Seilbahn zu fahren und nur das letzte Stück zu wandern. Wir waren etwas schockiert, wir kurz der Weg war.

Der Gipfel war nicht einfach war nicht einfach nur ein Gipfel. Die Chinesen haben dort einen riesigen Platz mit Statue und Tempel hin gebaut. Ich persönlich fand, dass das nicht ganz zu einem Berg passte.


Von oben hatte man auf der einen Seite einen Ausblick auf die Berge ringsum.


Auf der anderen Seite waren die Berge in Nebel gehüllt und nur die Spitzen schauten raus. Das ganze sah märchenhaft aus, weil die Wintersonne alles in ungewöhnliches Licht hüllte.


Auf dem Rückweg vom Gipfel haben wir sogar wilde Affen gesehen.


Anschließend sind wir zu einem Teil weiter unten am Berg gefahren und  vom Wannian Tempel zum Qingyin Pavillon gelaufen. Dort war es eindeutig wärmer!. Wir freuten uns, dass wir jetzt endlich wandern konnten, denn schließlich waren wir ja auch auf einem Berg. Aber schlussendlich sind wir nur 1,5 Stunden Stufen im grünen Wald hinunter gelaufen. Hoch laufen wäre wirklich anstrengend gewesen!

Auf dem Emei Shan sind uns vor allem dieses Dinge aufgefallen:

Chinesen laufen so wenig wir möglich – vor allem auf einem Berg. Sie laufen extrem langsam. Frauen ziehen sogar auf einem Berg mit SCHNEE hohe Schuhe an. Sie machen wirklich alles nur mit geführten Touren. Und nur wenige nehmen zum „wandern“ etwas zu essen oder zu trinken mit. Deshalb gibt es auch alle paar Meter Essenstände. Eigentlich schade, fanden wir, weil man auf dem Berg nicht  einfach in Ruhe wandern konnte.  Für den Emei Shan galt übrigens das gleiche wie in Leshan: Zum Glück waren wir im Winter da. Wir wollten uns nicht vorstellen, wie es im Sommer ist, wenn die Chinesen der Berg besuchen. Dann kann man das „wandern“ total vergessen.

Nachdem wir am Abend wieder zurück waren und etwas gegessen hatten,ging‘s dann mit dem letzten Bus zurück nach Chengdu, wo wir vor unserer sehr kurzen Nacht noch Proviant für unsere nächste Zugfahrt kaufen mussten…

24.1.14 14:26


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