Meine Zeit in China

 

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Station 2.2: Der Große Buddha von Leshan & der Berg Emei Shan, immer noch Sichuan

Von Chengdu aus ging’s mit dem Bus nach Leshan, ca. 2 Stunden südlicher. Am Busbahnhof haben wir erst einmal einen Schock bekommen, weil auf unseren Busticket „Abfahrt: 16 Uhr“ stand, aber wir ja morgens  dort ankommen wollten. Wir haben uns beschwert, aber das Ticket zählte für jetzt. Chinesische Logik, muss man nicht immer verstehen.

Leshan selbst in echt hässlich, aber wir sind ja nur wegen dem Buddha gekommen. Das ist ein 71m hoher in den Fels gehauene Buddha, der schon über 1200 Jahre alt ist (sieht man auch langsam&hellip Der Buddha wurde nur aus einem Grund gebaut: Um die gefährliche Strömung des Flusses zu besänftigen. Das hat auch irgendwie funktioniert, denn der Fluss hatte  so wenig Wasser, dass wir uns gewundert haben, wie dort überhaupt Schiffe fahren konnten. Aber ob der Buddha tatsächlich daran Schuld ist, bezweifeln wir… Der Rest vom Gelände war nicht spektakulär. Es gab nur noch einen halbwegs interessanten Tempel.

Zum Glück sind im Winter hier wenig Besucher, sonst ist die Besichtigung richtig anstrengend. Das hier ist der Kopf:


Und hier mal der ganze Buddha. Die kleine Person in rot bin übrigens ich…


Abends ging es dann direkt von Leshan weiter nach Baoguo, einen Stadt am Fuß des buddhistischen Berges Emei Shan. Da in unserem Hotel in Baoguo die Zweibettzimmer billiger waren, als Mehrbettzimmer in unseren Hostels haben wir uns diesen Luxus gegönnt. Am nächsten morgen ging’s dann wieder früh raus, weil wir den ersten Bus um 7 zum Berg nehmen wollten.

Das Hotel hatte uns eine andere Route als unsere Lonely Plante empfohlen, also ging’s erst mal auf den Gipfe. Dort oben lang Schnee und viele Stellen waren vereist, sodass wir zum ersten Mal unsere Winterjacken in China tragen und wir uns Spikes ausleihen mussten. Alles wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn es anstatt Stufen einfach  Wege nach oben gegeben hätte. Da alles vereist war, beschlossen wir Seilbahn zu fahren und nur das letzte Stück zu wandern. Wir waren etwas schockiert, wir kurz der Weg war.

Der Gipfel war nicht einfach war nicht einfach nur ein Gipfel. Die Chinesen haben dort einen riesigen Platz mit Statue und Tempel hin gebaut. Ich persönlich fand, dass das nicht ganz zu einem Berg passte.


Von oben hatte man auf der einen Seite einen Ausblick auf die Berge ringsum.


Auf der anderen Seite waren die Berge in Nebel gehüllt und nur die Spitzen schauten raus. Das ganze sah märchenhaft aus, weil die Wintersonne alles in ungewöhnliches Licht hüllte.


Auf dem Rückweg vom Gipfel haben wir sogar wilde Affen gesehen.


Anschließend sind wir zu einem Teil weiter unten am Berg gefahren und  vom Wannian Tempel zum Qingyin Pavillon gelaufen. Dort war es eindeutig wärmer!. Wir freuten uns, dass wir jetzt endlich wandern konnten, denn schließlich waren wir ja auch auf einem Berg. Aber schlussendlich sind wir nur 1,5 Stunden Stufen im grünen Wald hinunter gelaufen. Hoch laufen wäre wirklich anstrengend gewesen!

Auf dem Emei Shan sind uns vor allem dieses Dinge aufgefallen:

Chinesen laufen so wenig wir möglich – vor allem auf einem Berg. Sie laufen extrem langsam. Frauen ziehen sogar auf einem Berg mit SCHNEE hohe Schuhe an. Sie machen wirklich alles nur mit geführten Touren. Und nur wenige nehmen zum „wandern“ etwas zu essen oder zu trinken mit. Deshalb gibt es auch alle paar Meter Essenstände. Eigentlich schade, fanden wir, weil man auf dem Berg nicht  einfach in Ruhe wandern konnte.  Für den Emei Shan galt übrigens das gleiche wie in Leshan: Zum Glück waren wir im Winter da. Wir wollten uns nicht vorstellen, wie es im Sommer ist, wenn die Chinesen der Berg besuchen. Dann kann man das „wandern“ total vergessen.

Nachdem wir am Abend wieder zurück waren und etwas gegessen hatten,ging‘s dann mit dem letzten Bus zurück nach Chengdu, wo wir vor unserer sehr kurzen Nacht noch Proviant für unsere nächste Zugfahrt kaufen mussten…

24.1.14 14:26
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Katja (31.1.14 00:13)
Du siehst so glücklich aus

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