Meine Zeit in China

 

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Station 5: Shanghai

Fünf Tage Shanghai, dachten wir, sollte eigentlich genug sein. Und tatsächlich gibt es für eine so große Stadt dort dann doch nicht all zu viel zu sehn. Eigentlich kaum vorzustellen, da Shanghai DIE internationale Stadt Chinas ist.

An unserem Ankunftstag hats zum ersten Mal auf unserer Reise geregnet.  Im Hostel haben erst mal Alicia getroffen. Sie wird im nächsten Jahr in Liuzhou unterrichten nun ein paar Wochen mit uns reisen. Unser Hostel war in der  Nähe der Nanjing Street, der größten Einkaufsstraße in  Shanghai. Am unserem ersten Abend sind wir durch die Nanjing Street zum Bund gelaufen um uns die Shanghai Skyline anzuschauen.  


Der Bund selbst sieht vor allem bei Nacht auch recht schön aus. Aber die nachgebauten europäischen Häuser passen irgendwie so gar nicht ins Stadtbild und auch nicht wirklich zusammen. Sie wirken eher  wie eine wahllos zusammengewürfelte  europäische Spiegelzeugstadt.


Am nächsten Tag war ganz Shanghai unglaublich leer. Leere Metro, leere Straßen, einfach alles – nicht gerade wie man sich Shanghai vorstellt. Wir wollten uns eigentlich ein Museum anschauen, das aber auf Grund des Neujahrsfestes geschlossen hatte. Wir hatten Glück, dass an unserem letzten Tag in Shanghai überhaupt eines mal wieder geöffnet hatte, sodass wir immerhin das Rockbundmuseum besichtigen konnten. Dort wurden nur Ausstellungsstücke einer einzigen britischen Künstlerin gezeigt. Die Ausstellung war zwar klein aber schön. Nur das Begleitheft hat uns nicht wirklich weiterhelfen können.

Da nun die Museen zuhatten haben wir uns am ersten Tag die französische Konzession angeschaut. In den zwei besonders schönen Teilen stehen die schönsten alten Häuser Shanghais. Wenn man durch die Gassen läuft findet man ausschließlich westliche Kaffees, Restaurants, Galerien und Souvenirläden. Und da wir nun eben nur einmal in Shanghai sind, haben wir uns dort auch eine richtige Pizza gegönnt.


Danach gings in die Shangahier Altstadt, die wunderschön  beleuchtet war.

 

Anschließend gings auch schon wieder zurück. Ursprünglich wollten wir uns an diesem Abend nur das Feuerwerk zum chinesischen Neujahr anschauen, haben uns dann aber kurzfristig noch einer Gruppe aus dem Hostel angeschlossen und sind mit ihnen in eine Club. Das war aber mit Abstand der schlimmste Club, in dem ich bisher in China gewesen bin, und so sind wir auch bald wieder raus, und erneut zum Bund, da wir uns das Feuerwerk anschauen wollten. Die komplette Promenade war auch voller Besucher. Aber an diesem Abend war die Luft so schlecht, dass wir überhaupt kein Feuerwerk gesehen haben, nur hören konnte man etwas. Also sind wir enttäuscht wieder zurück zum Hostel.

So leer wir es am Tag vor chinesischem Neujahr war, so voll war es die nächsten Tage – traf schon eher die Vorstellung von Shanghai. Metro fahren war der reinste Albtraum… Wir wollten uns die Altstadt noch mal bei Tag  anschauen und den Yuyuan Garten. Der hatte aber geschlossen. Also haben wir am späten Nachmittag einfach beschlossen noch einmal ins französische Viertel zu gehen und dort einen Kaffee zu trinken. Dort haben wir uns verquatscht und wollten gegen halb 11 zurück zum Hostel fahren. Aber: es fuhr keine Metro mehr. Wir konnten es erst gar nicht glauben: halb 11 in Shanghai und es fährt einfach keine Metro mehr. Und so mussten wir eben zurück laufen.

Am nächsten Tag wollten wir uns einen Tempel, den Jadebuddhatempel, anschauen, der allerdings sein Eintrittsgeld nicht wert war. Dafür haben wir am Abend das mit Abstand interessanteste unseres Aufenthalts gemacht: Wir sind auf den höchsten Turm Shanghais, dem World Finacial Center, gegangen..  Der auch als „Flaschenöffner“ bekannte Turm ist 492 Meter hoch. Als Besucher kommt man in den 94. 97.  Und 100. Stock . Von Oben sieht man erst, wie groß Shanghai eigentlich ist! Und vorallem sieht Shanghai von dort auch richtig lebendig aus…

An unserem aller letzten Abend in Shanghai habe wir uns dann eine Bar gesucht, um einen Cocktail zu trinken. Hätte man schönes Wetter gehabt, hätten wir von der Bar aus einen schönen Ausblick auf die Skyline gehabt. Aber auch so haben wir uns gut unterhalten. Später sind auch noch Kati und Veniamin zu uns gestoßen, die zufällig zur gleichen Zeit in Shanghai gewesen sind.

Und damit war unsere Zeit in Shanghai auch schon vorbei. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir von der Stadt mehr erhofft, aber vielleicht war unsere Reisezeit auch einfach nicht die Beste.

Oh, ich habe vergessen die unbestechliche chinesische Logik zu erwähnen: Zum einem kann man sein Handyguthaben nicht  einfach aufladen, wenn man in einer anderen Provinz ist, noch nicht einmal in dazugehörigen Handyladen. Dafür muss man erst in einem beliebigen Supermarkt gehen und eine Rubbelkarte kaufen. Und man kann (Metro-)transportkarten – mit Depositzettel! – nur an der gleichen Haltestelle abgeben, an der man sie auch ausgeliehen hat. Was ist denn das für eine Logik: Ein Metronetz, dann muss man doch die Karten auch an jedem Schalter abgeben können, oder?

 

3.2.14 10:33
 


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